Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe: Psychosoziale Nachsorge krebskranker Kinder und Jugendlicher gewinnt immer mehr an Bedeutung
Wien/Mauterndorf (Sbg.), 26.08.2011: 25 Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren treten am 28. August wieder die Heimreise vom Nachsorge-Camp der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe an. Die jungen Mädchen und Buben, die alle eine Krebserkrankung hatten, konnten zehn Tage lang in Mauterndorf (Sbg.) ihre Erfahrungen und Folgen der Krankheit mit anderen Betroffenen, sowie ausgebildeten PädagogInnen und TherapeutInnen, besprechen und bearbeiten. Aber auch der Spaß kam beim Nachsorge-Camp nicht zu kurz.
Die Seil- und Kletterübungen sind für die 14-jährige Sarah jedes Jahr eine besondere Herausforderung. Doch immer wieder freut sich die Camp-Teilnehmerin ungemein, wenn sie Ihre Ängste überwindet und gesichert auf den „Gipfel“ eines rund sieben Meter hohen Turms aus Getränkekisten klettert. „Bei verschiedenen Outdoor-Angeboten wie den Kletterübungen lernen die ehemals krebskranken Jugendlichen, wieder Vertrauen in sich und ihren Körper zu gewinnen. Außerdem lernen sie dadurch auch ihre eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Ängste besser kennen“, erklärt Anita Kienesberger, Geschäftsführerin der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe, den Sinn dieser Angebote.
Die Heilungs- und Überlebenschancen Betroffener liegen dank medizinischen Fortschritts mittlerweile bei 80 Prozent. Die psychosoziale Nachsorge betroffener Familien und deren Lebensqualität gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung. „Auch heuer waren unsere Nachsorge-Camps wieder ein voller Erfolg. Viele TeilnehmerInnen und ihre Eltern bestätigen uns die heilsame Wirkung, die diese zehn Tage auf die jungen Menschen haben“, erklärt Kienesberger zufrieden.
Seit 20 Jahren bietet die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe jährlich rund 200 krebskranken Kindern und Jugendlichen und ihre Geschwistern mit ihren Nachsorge-Projekten Hilfe für die Zeit nach Therapie und Krankenhaus. Die Krebserkrankung und ihre Folgen werden in diesen zehn Tagen auf unterschiedliche Weise thematisiert – von psychotherapeutisch begleiteten Spielen und Gesprächen, outdoorpädagogischen Übungen bis hin zu Kreativgruppen und Reflexionsrunden.
Disclaimer:
Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe ist eine Interessensvertretung für krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Der gemeinnützige Verein wurde 1988 als Dachverband von sechs regionalen Landesverbänden (Wien/Niederösterreich/Burgenland; Oberösterreich; Salzburg; Steiermark; Kärnten; Tirol/Vorarlberg) ins Leben gerufen.
MONTAG, 21. November (HealthDay News) - Viele Kinder, die eine Schwester oder Bruder durch Krebs verloren haben sagen, dass sie reifer geworden und mehr Mitgefühl als Ergebnis der Erfahrungen, findet neue Forschung.
In der Studie, online in diesem Monat in Cancer Nursing veröffentlicht, befragt Forscher aus Nationwide Kinderkrankenhaus in Columbus, Ohio, Kinder aus 40 Familien, wie den Verlust eines Geschwisters betroffen ihnen ein Jahr später.
Geschwister wurden gefragt, wie den Tod ihres Bruders oder einer Schwester sie verändert. Die Forscher fragten die Eltern zu beschreiben, wie der Verlust eines Geschwisters ihre restlichen Kinder betroffen.
Die häufigsten persönliche Veränderung von den Kindern berichtet: größere Reife. Die Geschwister berichteten auch mehr Mitgefühl und Veränderungen im Leben Prioritäten als Folge von deren Verlust. Darüber hinaus sagte der Geschwister sie von ihrem verstorbenen Bruder oder eine Schwester waren motiviert.
Viele Eltern sahen die Dinge anders, aber, und berichteten negative Veränderungen in ihren überlebenden Kindern, wie traurig, wütend, zurückgezogen oder Angst vor bleibenden anderen Tod.
Kinder berichteten auch Veränderungen in ihren Beziehungen zu anderen Kindern häufiger als ihre Eltern, ergab die Studie. Die Forscher sagten, dass die Eltern vielleicht nicht so bewusst, wie der Verlust eines Geschwisters wirkt ihres Kindes die sozialen Beziehungen.
"Es gab einige Unterschiede [in] die Art von Änderungen Eltern und Kinder in die Geschwister wahrgenommen", Autor der Studie Cynthia A. Gerhardt, Principal Investigator im Zentrum für Biobehavioral Gesundheit am Forschungsinstitut am Nationwide Kinderkrankenhaus, sagte in einem Krankenhaus news Release. Gerhardt ist auch mit der Ohio State University College of Medicine. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Beurteilung der Geschwister Trauer Reaktionen sollte die direkte Kommunikation nicht nur mit den Eltern, sondern auch mit Geschwistern zu beteiligen."
Über 60.000 Kinder sterben jedes Jahr an Krebs in den Vereinigten Staaten und Kanada, während schätzungsweise 480.000 Kinder den Verlust eines Geschwisters zu Krebs im letzten Jahrzehnt erlebt haben, stellte die Autoren der Studie.
QUELLE: Nationwide Kinderkrankenhaus, Pressemitteilung, 16. November 2011